Warum ich für die Wechseljahre dankbar

Mache ich mir mit dieser Aussage Freunde? Ich bin mir nicht so sicher, aber ich schreibe trotzdem weiter. Denn es ist meine Wahrheit, meine Erkenntnis des Zurückblickens auf die letzten 7 Jahre. 

Fragst Du meinen Mann, so wird er vermutlich antworten, dass die letzten 5 Jahre die vielleicht anstrengendsten seines Lebens waren. Aber immerhin wird es ihm nie langweilig mit mir – so sagt er. 

Gut, früher – vor der W-Zeit ( so werde ich die Wechseljahre heute mal benennen)  war ich, glaube ich, besser zu handeln. Pflegeleichter, obwohl ich als Skorpion-Frau schon immer einen etwas herausfordernden Charakter hatte. 

Also nochmal zu früher: Da habe ich nicht so oft nein gesagt, habe auch häufiger zustimmend genickt, bin sehr oft meinem Mann auf Konzertreisen hinterher gereist, war zufrieden damit, ihn auf seinen Reisen zu verwöhnen, mit meiner Anwesenheit, meinen massierenden Händen, meinem Dabeisein. 

Mir reichte es, wenn ich wusste, dass ich dort ein Klavier hatte, um täglich ein bisschen üben zu können. Ansonsten war ich ganz für ihn da (und fürs Shoppen! Damals hatte ich noch nicht erkannt, dass meine Shopping Ausflüge Ersatzbefriedigungen waren, damit ich mich nicht so leer und nutzlos fühlte).

Aber mit etwa 44 drehte sich alles wild umher, ich sagte plötzlich viel öfters nein, kam nicht mehr zu den Reisen mit, denn ich hatte meinen neuen Weg entdeckt. Da gab es zahlreiche Ausbildungen, die ich voller Freude aufsaugte. Ich veränderte mich so in meinem Inneren, in meinen Wünschen, in meinen Gefühlen, in meinen Interessen, dass ich mich selbst nicht mehr erkannte. 

Ja, auch ich musste – später durfte – mich neu kennenlernen. Wie sauer war ich doch am Anfang auf mich, dass ich das Alte nicht mehr wollte und das Neue noch nicht sehen konnte. Wie viele Tränen habe ich geschluchzt, wie viele Missverständnisse entstanden zwischen meinem Mann und mir, aus Angst auf beiden Seiten – aus unterschiedlichen Gründen. 

Jedoch spürte ich in mir, von Beginn der W-Zeit an, eine sehr starke Intuition, dass der Weg, den ich gerade gehe, genau der richtige und natürlichste ist, es war ein Gefühl, das mich tief in mir mit etwas verbunden hat, dass ich zu der Zeit noch nicht benennen konnte. 

Ich nenne es mal die weibliche Weisheit, die so tief verbunden ist mit Pachamama, Mutter Erde und dem Universum,der Kraft, die alles erschafft.

So habe ich nach dunkelsten Tiefen in meinem Inneren in einer Meditation das erste Mal strahlendes Licht sehen dürfen und das hat alles verändert. Dieses Gefühl, während ich in meiner Vision mit geschlossenen Augen, ruhig sitzend, angeleitet von einer wunderbaren Frau, einen Raum betreten durfte, der durchdrungen war von einem irisierenden, weißen, schimmernden Licht, der eine Ruhe und bedingungslose Liebe ausstrahlte, in dem ich mich zu Hause fühlte, dieses Gefühl war berauschend und initiierte für mich meinen neuen Weg. Meinen Seelenweg. Etwas in mir wusste mich Sicherheit, dass ich in die richtige Richtung gehe, aber mein Außen hat mir immer wieder riesige Steine in den Weg gelegt. Heute weiß ich, dass diese Steine immer wieder Trainings waren, um mein Losgehen und gleichzeitig Loslassen jedes Mal stärker werden zu lassen. Denn Tränen reinigen. Manchmal wollte ich den neuen Weg verlassen, abbrechen und ins Alte zurückkehren. 

Aber der Schmerz dieser Vorstellung war wie der einer verlassenen Jugendliebe. Meistens war ich nach ein paar Stunden tiefer Verzweiflung und wirklich größtem Tränenmeer jedes Mal wieder auf meinem Weg und sogar ein Stück weiter als zuvor. 

Ich nenne es heute, wenn ich mit Frauen in den Wechseljahren arbeite, durch ein neues Portal gehen. Auch wenn Du nicht weißt, was hinter der Tür auf Dich wartet. Trau Dich, hab Mut und gehe hinein. Lade die Veränderung ein.

Nun sitze ich hier mit 51, schreibe diese Zeilen und die Zeit der Herausforderungen erscheint mir nun so weit entfernt, denn die Geschenke, die ich in dieser Zeit erhalten habe, sind so unbeschreiblich viel größer und wundervoller als die Stunden der Mutlosigkeit. 

Mir geht es jetzt mit 51 besser, als früher. Ich blühe innerlich auf, weiß, warum ich hier bin, liebe meine Arbeit, spüre eine Freiheit, die ich zutiefst genieße. Ich setze Grenzen, sage Nein, wenn ich nein meine und Ja, wenn ich ja meine. Höre immer auf meine Intuition. 

Meine täglichen Routinen sind mein Anker, sie halten mich auch in herausfordernden Zeiten aufrecht. Es ist die tägliche Zeit mit mir selbst, die Achtsamkeit, mit der ich mir begegne, die Selfcare, die ich mir jeden Tag schenke. Ich höre meinem Körper zu, unterstütze ihn, wo ich kann. 

Diese Art der Achtsamkeit lernst Du in Velvet Blossom, meinem Online-Raum für Frauen. Ein Raum, in dem wir uns 1 Mal pro Monat online live treffen mit einer Klangreise, in der ich Dich mit Meditation, Breathwork und live gespielter Piano Musik durch den Abend begleite – auf Deiner Reise zu Dir selbst. Hier lernst Du jede Woche gelebte Selfcare, hier lernst Du jede Woche, wie Du die Zeit mit Dir in Deiner Metime gestalten kannst.  Du bekommst jede Woche eine ganz neue Wochenmusik mit Journal Fragen, die ich aus den aktuellen Energien für Dich aufnehme. Sie kommt jeden Montag morgen, so dass Du Dich für die Woche gleich mit der neuen Musik ausrichten kannst. Mitte Juni hast Du zum letzten Mal die Gelegenheit, bei Velvet Blossom dabei zu sein. Ich öffne den Raum für 2 Wochen und wenn es Dich ruft, schreib mir gerne eine Mail oder eine DM auf Instagram, dann setze ich Dich auf die Warteliste. Dann hast Du bis zum Jahresende regelmäßige Zeiten, um Deine Achtsamkeitsroutinen zu festigen.

Mein Herz grüßt Dein Herz, danke für Deine Zeit, danke, dass Du hier bist,

Deine Cora

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