Die letzten Tage waren herausfordernd…

Es fühlte sich gar nicht gut an.

Das kommt auch bei mir vor. Vielleicht liegt es an den langen Nächten mit bereichernden Gesprächen, 

die mich aus meiner Schlafroutine gelockt haben, oder

an den berührenden Ereignissen, die ich in der letzten Woche erleben durfte, 

die meine empfindsame Seele tief berührt haben.

Es kann auch daran liegen, dass ich meinen Körper weniger unterstützt habe (mit Sport und genügend Schlaf), oder

die Balance zwischen Zeit im Außen und Zeit mit mir in Stille etwas geschwankt hat.

Es war all das zusammen …. und das ist nicht schlimm, aber es fühlt sich an, 

als wäre ich aus meinem Universum katapultiert worden. 

Ich habe es daran gemerkt, dass ich mich unwohl in meiner Haut gefühlt hab. Meine Haare hingen ausdruckslos nach unten – genauso meine Wangen und meine Mundwinkel. 

Kein Make-up konnte bewirken, dass ich ein Leuchten in meinem Gesicht sah….

Die Welt im Außen war mir plötzlich zu laut, zu schnell, zu grell, zu grob.

Mein lieber Körper hat dann wieder die Führung übernommen. Ich saß am Mittagstisch und merkte, wie alles ins Schwanken gerät. 

Mittlerweile kenne ich ihn so gut, dass ich die ersten Anzeichen mit Ansage ernst nehme und danach handle. 

Diese Selbstermächtigung, wirklich das zu tun, was der Körper jetzt gerade fordert, ist so befreiend und gleichzeitig für mich die beste Art, mit inneren Wunden, die sich gerade zeigen wollen, umzugehen. 

Der Körper spricht und ich vertraue ihm und gehe in die Handlung. 

In meinem Fall war es dieses Mal so, dass ich mich sofort ins Bett gelegt habe, in der Überzeugung, extrem erschöpft zu sein. 

Was dann passierte war so mächtig:

Es kamen Tränen und Gefühle der Bedürftigkeit.

Ich habe beides zugelassen und beides da sein lassen.

Ohne Bewertung, ohne Scham.

Ohne damit in Verbindung zu gehen.

Etwas in mir wollte wahrgenommen werden, begleitet von Tränen (sie sind wie eine innere Reinigung, denn sie können Gefühle lösen, die lange keinen Ausdruck gefunden haben).

Ich bin nicht in den Inhalt der Gefühle reingegangen, habe den Schmerz nicht bewertet, sondern ich habe ihn nur wahrgenommen.

Einige Zeit später (bei mir geht das mittlerweile in etwa 5 Minuten) war alles vorbei. 

Keine Tränen, keine schweren Gefühle. Ich befand mich wieder in meinem Universum.

Unserem Körper zuhören und ihn immer besser kennenlernen ist ein mächtiges Geschenk, das du dir machen kannst. 

Unschöne Gefühle, die hochkommen, wahrnehmen, ohne sie zu bewerten.

Sie da sein lassen. 

Meiner Erfahrung nach wird das unschöne Gefühl-ich nenne es hier den Schmerz- größer, je mehr du dich mit ihm identifizierst. Das bedeutet für mich die Abwärtsspirale.

Nimmst du ihn allerdings ganz bewusst wahr und beobachtest ihn. Dann kann er immer weniger werden.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Zeit❤️

Ich freue mich immer so sehr, von dir einen Kommentar oder wie du mit dem jeweiligen Thema umgehst auf Instagram zu lesen.

Von Herzen,

Deine Cora 

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