Warum Du als erstes, wenn Du nach Hause kommst, staubsaugst…..

Die Frau, die jetzt zwischen 40 und 60 ist, könnte gerade vor einem großen Fragezeichen stehen. Vielleicht weil sie innerlich noch ein Rollenbild aus ihrer Kindheit wahrnimmt und sich im Außen für sie unzählige Möglichkeiten offenbaren, die mit dem alten, jahrhundertlang gefestigtem Rollenbild nichts zu tun haben.

Ich erlebe, wie in meinem Umfeld viele Ehen auseinanderbrechen, Frauen seit über 10 Jahren keine Partner finden. Oder wie Fernbeziehungen oder polyamoröse Beziehungen versucht werden, damit sich beide „ zu 100 % ausleben dürfen“.

Wenn Du nun einen Mann hast und der sich auch ziemlich gut an der Arbeit im Haushalt beteiligt,

frage ich Dich: macht er es Dir auch gut genug? ( ich meine den Haushalt:)))

Kennst Du das? Dein Mann hängt die Wäsche auf, aber vergisst, sie vorher ordentlich auszuschütteln, so dass Du ein getrocknetes T-Shirt Knüdell abhängst?

Oder Du findest es praktisch, wenn oben in der Bestecklade in der Spülmaschine alles ordentlich sortiert ist und Dein Mann schmeißt es einfach so rein, wie es kommt?

Oder Dein Mann bezieht euer Bett, aber lässt alle Falten im Spannbettzug drin, so dass Du am Abend auf kleinen Röllchen schlafen musst?

Und nun??????

Schon ist das Dilemma da, er macht es nicht gut genug, nicht so, wie Du es möchtest. Aber warum fühlen wir bloß so? ( Es bringt doch nur noch mehr Konfliktpotenzial)

Ich habe mal ein bisschen recherchiert:

Es steckt tief in uns! Selbst wenn Deine Mutter eine emanzipierte Frau war und Du damit großgeworden bist, dass der Vater sich um Haushalt und Wäsche kümmert, ist es gut möglich, dass Du das alte Rollenbild in Dir trägst. 

Über viele Generationen waren Frauen existenziell für den Haushalt, die Versorgung, die Kinder und soziale Stabilität  verantwortlich. Studien zeigen, dass Mädchen schon als Kinder häufiger fürs Helfen, für Verantwortung und Ordnung gelobt werden. Jungen dagegen für Mut, Eigenständigkeit oder pragmatisches Handeln ( Ui, während ich das so schreibe wird mir ganz anders…. Kommt da eine kleine Wut hoch????? Atmen atmen atmen…)

Daraus ergibt sich das Gefühl: „ Ich bin verantwortlich dafür, dass alles funktioniert.“

Frauen haben über viele Generationen gelernt: 

Ordnung = Sicherheit

Verantwortung = Anerkennung

Für andere zu sorgen = ich werde geliebt

Das kann eben auch in Dir noch tief stecken ( in mir definitiv). 

Und Achtung, jetzt wird’s spannend: 

Deshalb fühlt sich LOSLASSEN auch oft nicht entspannt an, sondern innerlich total unsicher.

Aber LOSLASSEN ist meiner Meinung nach so wichtig, um innere Stabilität, innere Ruhe, Liebe zu Dir selbst, Gesundheit, Grenzen setzen…. zu erleben. Loslassen von innerem Widerstand, gegen Dich, gegen Deine Kindheit, gegen Deine Familie, gegen die Dinge, die Dich triggern. Versuche es doch mal, ich kann Dich dazu nur herzlichst einladen, weil es so ein schönes Gefühl ist!

Also, wenn Du das nächste Mal sofort alles saugst, wenn Du nach einer 6 stündigen Autofahrt total kaputt nach Hause kommst, dann weißt Du jetzt Bescheid. 

Du könntest entweder mit dem Verständnis, dass es Dir gerade Sicherheit schenkt saugen oder Du atmest tief durch und stellst mit dem Wahrnehmen, dass Du gerade schon sicher bist, den Staubsauger wieder in die Ecke. 

Ich werde das auf jeden Fall das nächste Mal so tun.

Mit ganz viel Liebe zu Dir,

Deine Cora 

P.S. Mittwoch wird jetzt wahrscheinlich der Tag sein, an dem ich neue Blogposts schreibe. Aber wie ich in einem vorigen Post schon sagte: Ich passe nicht wirklich in Schubladen….

PP.S. Im Juni öffnet VELVET BLOSSOM ein letztes Mal. Dein Raum, um tägliche Zeit für Dich ganz sanft und easy einzubauen. Es ist vor allem die Musik der Woche, die Dich täglich daran erinnern darf! 10 Minuten kannst Du ganz bestimmt für Dich aufbringen oder?

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